Autor-Archiv: Peter Thoelldte

Die Grunewaldgemeinde in Zeiten des Corona-Virus

Drei KirchenfensterLiebe Gemeindeglieder, liebe Freunde der Grunewaldgemeinde,

immer noch bestimmt das Coronavirus unser Leben, vor allem unser Zusammenleben. Nach wie vor müssen auch unsere Kreise und Gruppen ausfallen. Dabei ist das Miteinander doch gerade jetzt wichtig, wo unser Alltag Ungewohntes und Herausforderndes für uns bereithält, gewohnte Sicherheiten in Frage gestellt werden, Sorgen und Ängste überhand nehmen können.

Ein Lichtblick: Ab dem 4. Mai, so zeichnet sich ab, können wir uns wieder zu Gottesdiensten und Andachten treffen. Wie genau, das wird im Moment, in dem ich diese Zeilen verfasse, noch beraten. Sicher ist: Es wird – gerade zu Beginn – nicht so sein, wie wir´s kennen und spontan einfach wieder wünschen. Es wird anders sein, ungewohnt, ein langsames Herantasten an etwas neues Gutes und Schönes.

Das klingt jetzt, als bräuchten wir noch einen langen Atem. Und: Ja, so ist es! Denn auch das Virus nimmt uns ja weiter in Beschlag.

Das Virus verlangt uns diesen langen Atem ab. Aber dem stellen wir uns!

Denn wir haben schon die guten Erfahrungen der letzten Wochen. Wir haben den Kontakt gehalten über die vor der Kirche ausgelegten Briefe, über Himmel & Erde, neu und kräftig über unsere Webseite, und ganz bewährt über das Telefon. Und wir haben neue Kontakte herstellen können – wo z.B. alte Menschen Einkaufshilfen brauchten. Wir sind verbunden geblieben über die musikalischen Grüße unserer Kirchenmusiker und über die „Gottesdienste für zu Hause“. Wir haben unsere Grunewaldkirche aufsuchen können – jede und jeder für sich, und uns doch verbunden wissen können – beim Ausruhen, beim Betrachten, beim Entzünden unseres Osterlichts.

So haben wir – trotz räumlichem Abstand zueinander – im Geiste verbunden singen können, und beten, und auf ein biblisches Wort hören. So haben wir voneinander gehört, haben mitfühlen und uns zusammen am Schönen freuen können. So haben wir einander Gutes wünschen können und Gottes Segen für die nächsten Tage.

Das geht weiter! Wir bleiben weiter füreinander und für die Menschen in Sorge und Not da!

Wie? Das erfahren Sie immer aktuell in unseren Aushängen und hier auf unserer Webseite

Achten Sie auf sich und auf die anderen neben sich!

Und seien Sie behütet!

Ihr Pfarrer Jochen Michalek

Kirchengemeinde Grunewald

Gottesdienste in Grunewald ab dem 4. Mai

Ungewohnt und neu

Ab dem 4. Mai ist es unter besonderen Maßgaben wieder möglich, Gottesdienste in der Form von Treffen zu feiern. Das wird ungewohnt sein. Und neu.

Wir haben kein fertiges Konzept, sondern tasten uns heran an das, was geht, und fragen, was gut tut. Nicht alle unsere gottesdienstlichen Angebote starten gleich wieder sofort. Der Taizé-Gottesdienst z.B. findet im Mai nicht statt. Und der Gottesdienst für Kleine und Große beginnt zunächst mit einem Video, das auf dieser Webseite abgerufen werden kann. Das hat auch mit den Maßgaben zu tun, die es zu beachten gilt, um sicherzustellen, dass sich nach menschlichem Ermessen niemand infiziert.

Zu diesen Maßgaben gehört:

  • Es dürfen nicht mehr als 50 Menschen zusammenkommen.
  • Die Menschen müssen nach Hausständen getrennt mindestens zwei Meter auseinandersitzen.
  • Wer sich krank fühlt, soll dem Gottesdienst fern bleiben (und sich telefonisch bei seinem Hausarzt melden).
  • Wer am Gottesdienst teilnehmen möchte, muss seinen Namen, seine Anschrift und seine Telefonnummer in einer Liste eintragen, die vier Wochen aufgehoben wird, damit im Falle einer später festgestellten Infektion eines Gottesdienstbesuchers alle anderen informiert werden können. (Nach vier Wochen wird die Liste vernichtet.)
  • Es wird geraten, beim Hineingehen das bereitstehende Handdesinfektionsmittel zu benutzen.
  • Es wird dringend gebeten, einen einfachen Mund-Nase-Schutz zu tragen.
  • Es wird erwartet, dass die allgemeinen Regeln der Handhygiene und der Niesetikette eingehalten werden.
  • Im Gottesdienstraum sind die möglichen Sitzplätze genau markiert. Ein Kirchdienst weist Ihnen den Weg.
  • Im Gottesdienst darf die Gemeinde nicht singen. Der Kantor singt ggf. stellvertretend für die Gemeinde.
  • Ein Kollektenkorb darf nicht herumgereicht werden. Die Kollekten werden am Ausgang in bereitstehenden, mit dem Spendenzweck versehenen Körben gesammelt.
  • Begegnung und Gespräch nach dem Gottesdienst ist nur im Freien und natürlich unter Wahrung des Sicherheitsabstands zulässig.
  • Wenn Sie zu den Hochgefährdeten zählen, bedenken Sie bitte, dass bei aller Absicherung ein Restrisiko für eine Infektion bleibt und auch Ihr Weg zur Kirche und zurück infektionssicher sein sollte.

In dieser Woche feiert Pfr. Michalek am Donnerstag, d. 28. Mai um 19:00 Uhr den Abendsegen mit uns in der Grunewaldkirche – mit einer Betrachtung und einer Zeit der Stille, an die sich ein kleiner Austausch anschließen soll.

Am Pfingstsonntag, d. 31. Mai laden wir zu 11:30 Uhr zum Gottesdienst mit Pfr. Michalek, Kreiskantor Schmelmer und Ingo Stelzer (Saxophon) ein.

Am Pfingstmontag, d. 1. Juni feiern um 11:30 Uhr Pfr. Krüger, Organist Schirmer und Irina Granovskaya (Violine) mit uns Gottesdienst.

 

Leider ist es so, dass nicht mehr als 50 Personen zum Gottesdienst zusammenkommen dürfen. Sowohl in der Kirche, als auch im Großen Saal finden nach den notwendigen Abstandsregeln auch nicht mehr Menschen Platz. Bitte haben Sie daher Verständnis, wenn Ihnen ggf. der Einlass verwehrt werden muss. Dies geschieht allein deshalb, um einen Gottesdienst gewährleisten zu können, in dem ein Ansteckungsrisiko so weit wie möglich ausgeschlossen ist.

Auch aus diesem Grund haben wir beschlossen, im Monat Mai all unsere geistlichen Angebote fortzuführen, die wir in den letzten Wochen der Kontaktbeschränkungen entwickelt haben und die so positiv aufgenommen wurden. Dazu gehören die Podcasts auf dieser Webseite, als auch die „Gottesdienste für zu Hause“ – als pdf.-Version auf der Webseite und als Ausdruck in der Dauerauslage vor der Kirche. Außerdem steht die Grunewaldkirche auch weiter am Sonnabend und am Sonntag von 15-18 Uhr offen – als Ort der Ruhe, für die stille Andacht, um eine Kerze zu entzünden. Wir laden Sie ein, diese Möglichkeiten weiter zu nutzen!

Wir sind da – ein Überblick

Stoff für die Seele

Hier auf unserer Webseite können Sie regelmäßig einen neuen musikalischen oder gesprochenen Gruß aus der Grunewaldkirche hören oder etwas Schönes zum Lesen finden.

(Schauen Sie dazu bitte weiter unten hier auf der Startseite)

Die Grunewaldkirche ist offen

als Ort der Ruhe, für die stille Andacht, um eine Kerze zu entzünden …

Sa 15-18 Uhr und So 15-18 Uhr.

Unser Kirchenbüro ist erreichbar

Mo 10-12 und Do 16-18 Uhr.

Bitte nehmen Sie zu Dirk Mleczkowski und Kerstin Zander Kontakt auf per Telefon (030 83 22 46 63) oder per E-Mail (kirchenbuero@ws-evangelisch.de)

Pfarrer Michalek und die anderen Mitarbeitenden sind natürlich ebenfalls anprechbar – für Sorgen und Nöte oder um einfach mal mit jemandem sprechen zu können.

  • Pfarrer Jochen Michalek 030 897 333 44
  • Diakon i.R. Werner Dziubany 030 897 333 40
  • Kantor Matthias Schmelmer 030 897 333 50
  • Jugendmitarbeiter Jeremy Lang 0172 440 26 19

Wird Hilfe gebraucht?

Wer Unterstützung benötigt zum Einkaufen, für einen Arztbesuch oder anderes Unaufschiebbares kann gern im Kirchenbüro oder bei den Mitarbeitenden anrufen.
Wer helfen kann beim Einkauf, beim Arztbesuch oder eine andere Art von Hilfe anbieten kann, rufe bitte ebenfalls im Kirchenbüro oder bei den Mitarbeitenden an.
Wir werden Anfragen und Angebote zur Hilfe in Verbindung bringen.

Livestream der MoonMelody

YouTube

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Seit fünf Jahren bieten die MoonMelodies einmal im Monat die Möglichkeit am späten Freitagabend in der besonderen Atmosphäre einer nur von Kerzen erleuchteten Kirche zur Ruhe zu kommen und dem durchgehenden Dialog zweier Musikarten zu lauschen. Die Grunewaldgemeinde und das Wolf-Ferrari Ensemble möchten dieses einzigartige Angebot der meditativen Nachtmusiken trotzt des stark eingeschränkten kulturellen Lebens der Öffentlichkeit als Live-Erlebnis zugänglich machen. Dazu wird die morgige MoonMelody um 21 Uhr ohne Publikum stattfinden aber als Livestream über Youtube überall abrufbar sein. Wir hoffen mit diesem musikalischen Angebot eine Möglichkeit der Einkehr und des entspannten Genießens in den schwierigen Zeiten großer Aufregung und überquellenden Newstickern zu ermöglichen und freuen uns über eine möglichst große Verbreitung unseres Vorhabens.

Zum 75. Todestag: Bonhoeffer-Tage in Grunewald

Erinnerung an unser ehemaliges Gemeindeglied

In den 1920er Jahren begeistert ein junger Mitarbeiter den Hilfsprediger der Grunewaldkirche: Im Kindergottesdienst erzählt er biblische Geschichten so spannend, dass immer mehr Jungen und Mädchen in seine Gruppe kommen. Viele Stunden verbringt er Woche für Woche damit, diese Sonntage vorzubereiten. Sein Name: Dietrich Bonhoeffer. Der Theologiestudent und spätere Pfarrer der Bekennenden Kirche ist der Grunewaldgemeinde eng verbunden: Bonhoeffer ist in der Kirche konfirmiert, arbeitet im Kindergottesdienst mit, baut Jugendgruppen auf. Am 9. April 1945 wird er als Widerständler gegen die Nationalsozialisten im Konzentrationslager Flossenbürg erhängt.

Zum 75. Todestag Bonhoeffers am 9. April erinnern wir bereits Ende März – gemeinsam mit dem Dietrich-Bonhoeffer-Verein – mit einer Lesung, einer Tagung, einem Gottesdienst und einem Theaterstück an unser ehemaliges Gemeindeglied. (Foto Bonhoeffer: Bundesarchiv, Bild 146-1987-074-16 / CC-BY-SA 3.0)

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