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Liebe Leserinnen und Leser!
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Für den Stressabbau ist Gelassenheit der erste
Schritt heißt es in einem Gesundheitsjournal, und gleich danach
wird ein Stessmanagementsemiar angeboten mit der Überschrift:
Gelassenheit beginnt im Kopf. Gelassenheit ist gefragt in unserer
Zeit. Gelassenheit ist eine Grundhaltung des christlichen Glaubens.
Schon die Bibel bringt uns auf die Spur der Gelassenheit. Der
Christenmensch, der hineingenommen ist in Gottes Erlösung und
Gelassenheit, kann loslassen, weglassen, auslassen. Er ruht in
sich und ist verwurzelt in dem, der ihn schuf. Er strahlt Ruhe
aus, er ist demütig, weil wahr, er ist großmütig. Er ist einfach
wie ein Kind, ohne Hintergedanken, ohne Doppelbödigkeit, ohne
falschen Ehrgeiz. Er weiß um Jesu Worte: Wenn ihr nicht werdet
wie die Kinder … Jesus war der Gelassene schlechthin – sein Benehmen,
sein Reden, sein Tun, alles war durchsichtig, unkompliziert. Sein
Hinweis, Kränkungen und Verletzungen loszulassen, seine Anleitung,
sich von sich selbst distanzieren zu können, einen Schritt zur
Seite treten zu können und so das eigene Leben von einem anderen
Standpunkt aus anzuschauen, führte und führt zur Erlösung, zu
Gelassenheit von vielem. Ein überlieferter Gelassenheitsspruch,
der heute als Gebet geschätzt und oft gesprochen wird, lautet:
Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht
ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und
die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden. Dieses Heft
möchte Ihnen ein paar Impulse mitgeben auf dem eigenen Weg zur
Gelassenheit. Wir werden zeitlebens dazu unterwegs sein, denn
Gelassenheit wächst langsam. Gelassenheit ist uns täglich aufgegeben
– so wie Freude und Liebe auch. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen
eine gelassene und freudvolle Advents- und Weihnachtszeit.
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Ihre Waltraud Friedewald,
Pfarrerin in der Dorfkirche Alt-Schmargendorf
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