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Liebe Leserinnen und Leser!
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Für viele sind die Ferienmonate Juli und August
die Zeit, in denen sie sich in die Sommerfrische verabschieden.
Ich möchte das heute auch tun, freilich etwas anders als gewohnt.
Mitte Juli werden meine Familie - und ich mit ihr - Berlin verlassen.
Wir ziehen um nach Hessen, wo ich zum 1. August eine neue Pfarrstelle
antreten werde. Als Himmel & Erde aus der Taufe gehoben wurde,
war es nicht einfach, „die“ Alt-Schmargendorfer für eine neue
Kirchenzeitung zu begeistern. Viele hingen noch am alten Kirchenblättchen,
das seinen eigenen Charme und seine eigene Tradition hatte. Wir
wissen alle: Lieb gewonnene Gewohnheiten gibt man nur schwer und
ungern auf. Heute ist Himmel & Erde von den meisten angenommen
und akzeptiert. Vielleicht, nein ganz sicher ist dies ein guter
Grund, hier einmal all denen zu danken, die zuverlässig wie ein
gut justiertes Uhrwerk in den letzten Jahren im Hintergrund gewirkt
und gearbeitet haben und denen wir die Existenz unseres Gemeindeblattes
wesentlich mit verdanken. Alt-Schmargendorf, als die kleinste
Kirchengemeinde im Kirchenkreis, hat sich meinem Eindruck nach
im Spiel der „global players“ ganz gut behaupten können. Der Stoff
, um aus unserer Kirchengemeinde zu berichten, ging nie aus und
auch auf den allgemeinen Seiten haben wir uns gut platzieren können.
Mit stiller Freude erinnere ich mich dabei an die Vorstellung
der Pfarrerinnen und Pfarrer in einer der ersten Nummern. Vielleicht
wissen Sie es noch? Es war ein kleiner Fragebogen, den alle Geistlichen
zu beantworten hatt en. Auch meine Antworten auf die gestellten
Fragen erschienen – allein, es fehlte das Bild. Mein Bild! War
das möglich?! Sollte es (und jetzt bemerken Sie bitte diesen gekonnten
Schwenk zum Thema dieses Heftes) womöglich jemand gestohlen haben?
Ach, wer weiß es schon? Immerhin war es die gute Gelegenheit,
gleich noch einmal in der nächsten Nummer zu erscheinen – dann
war der Auftritte genug. Ich wünsche Ihnen allen erholsame Urlaubstage.
Diejenigen, die nicht in den Urlaub fahren können, mögen nicht
traurig sein. Eines meiner Lieblingsworte – es ist von John Steinbeck
– lautet: „Die Kunst des Ausruhens ist ein Teil der Kunst des
Arbeitens.“ Darin steckt unverkennbar der alte Grundsatz „Ora
et labora“: Beten und Arbeiten, Ruhe und Unruhe, Zeiten der Stille
und Zeiten der Geschäftigkeit wollen in ein ausgewogenes Verhältnis
zueinander gebracht sein – und das zu tun, darauf sollten wir
nicht bis zum nächsten Urlaub warten. Halten Sie Ihre Zeit und
halten Sie Ihre Träume fest – sie könnten gestohlen werden! Bleiben
Sie Gott befohlen und wohl behütet
| Ihr Pfarrer Christian Fischer |
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